Warum wir uns durch Bequemlichkeit selbst entfremden
Wir leben in einer Zeit des Luxus – und doch fühlen sich viele von uns leer, überfordert und unzufrieden.
Wir leben in einer Welt, in der wir uns all die Informationen übers Internet sofort holen können, was früher - unter guten Bedingungen - den Besuch einer Bibliothek in der nächstgrößeren Stadt bedeutet hätte.
Wie leben in einer Welt, in der wir am gleichen Tag der Bestellung das Paket erhalten.
Wir leben in einer Welt, in der es nicht nur eine Sorte an Schokolade im Regal gibt, sondern zig Hunderte.
Wir leben in einer Welt, in der uns Apps alles abnehmen - von der Einkaufsliste bis zur Entscheidung, was wir heute essen.
Dieser Luxus macht uns bequem.
Warum sollten wir uns anstrengen und uns Sachen aufbürden, die uns Zeit und Energie rauben?
Warum sollten wir es selber machen, wenn es durch Apps & Co. doch schneller und einfacher geht?
So argumentiert unser Gehirn, weil es so gepolt ist, dass es Schmerz & Anstrengung vermeiden will, nach Spaß und Freude sucht und effizient sein will, um Energie zu sparen.
Das macht uns aber ultimativ nicht glücklich und erfüllt uns nicht!
Warum willst du dich also lieber anstrengen und den steinigen Weg durch’s Dickicht gehen, anstatt den Weg zu wählen, der hell erleuchtet, breit und gerade ist?
WEIL das, was du willst, auf der anderen Seite der Entscheidung liegt, die sich unbequem anfühlt.
Erfüllung kommt nach Anstrengung.
Zufriedensein kommt, wenn man stetig auf sein Ziel hinarbeitet und die Hürden überwindet.
Stolz auf sich selber sein, kommt, wenn man trotz Rückschläge und vieler ‘schlechter’ Gefühle wie Scham, Wut und peinlich berührt sein, dran bleibt und seinen Weg geht.
Glücklich in seinem Leben zu sein, kommt nicht, indem man sich ständig gut fühlt.
Man führt ein glückliches Leben, indem man lernt, besser mit schlechten Gefühlen umzugehen.
© Unsplash / A.C.